Psychologie

April 25, 2007

Eine medizinisch-psychologische Untersuchung, kurz MPU, im Volksmund auch „Idiotentest“ genannt, wird angeordnet, wenn begründete Zweifel bestehen, dass ein Verkehrsteilnehmer zum Führen eines Fahrzeuges geeignet ist. Erfahrungsgemäß werden diese Untersuchungen dann angeordnet, wenn Verkehrsteilnehmer mehrmals durch Trunkenheit am Steuer oder Drogen aufgefallen sind. Aber auch, wenn ein Verkehrsteilnehmer mit einem Blutalkoholgehalt über 1,6 Promille aktiv am Straßenverkehr teilnimmt, das Punktekonto in Flensburg 18 Punkte und mehr erreicht hat. Weitere Untersuchungsanlässe können z. B. die vorzeitige Erteilung einer Fahrerlaubnis oder körperliche/psychische Erkrankungen und Behinderungen sein.
Das Gutachten ist eine Empfehlung an die Führerscheinbehörde, die über das weitere Vorgehen entscheidet, ob der Fahrer sein Führerschein wiederbekommt, oder nicht, bzw. ob eine vorzeitige Erteilung möglich ist.
Eine MPU kann frühestens drei Monate vor Ablauf der gerichtlichen Sperrfrist beantragt werden.

Die Mpu Vorbereitung ist das A und O einer MPU. Es wäre ein Trugschluss anzunehmen, dass diese Untersuchung nur dazu dienen würde, dem Prüfer vorzuspielen, dass man sich geändert hat. Man muss dem Prüfer überzeugen, dass man nun eine andere Einstellung hat und dieses auch plausibel darstellen. Da die Prüfer psychologisch geschult sind, reicht es nicht, einfach so zu tun, als ob man seine Fehler einsieht, denn durch sehr geschicktes Nachfragen merken die Prüfer schnell, ob man sich wirklich ändern will. Dazu muss man sich auf jeden Fall mit seinem Fehlverhalten auseinandersetzen.
Deshalb wäre man auf der sicheren Seite, wenn man bei einem Therapeuten eine Gruppen-oder Einzeltherapie belegt. Eine Einzeltherapie wäre naturgemäß sinnvoller, ist aber letztendlich eine preisliche Frage.

Die MPU besteht in der Regel aus dem medizinischem und dem psychologischem Teil.
Wurde die MPU aufgrund von Alkohol-oder Drogenmissbrauch angeordnet, kann bei der medizinischen Untersuchung anhand von Urin-und Blutroben festgestellt werden, ob der Proband weiterhin Drogen nimmt oder immer noch zu viel Alkohol trinkt. Bei einem standardisierten Reaktionstest am Computer werden körperliche Leistungen (Reaktionsfähigkeit, Konzentration, Aufmerksamkeit) getestet.
Bei der psychologischen Untersuchung geht es darum, ob der Proband sein Fehlverhalten wirklich eingesehen hat. Die Ursachen. die dazu geführt haben, werden genauso angesprochen, wie die Konsequenzen, die es mit sich bringt, wenn er erneut auffällig wird.

Meist wird schon am Untersuchungstag das Ergebnis mitgeteilt. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Gutachten
Positives Gutachten: Die medizinische und psychologische Untersuchung führen zu einem positiven Ergebnis und eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis kann erfolgen
Negatives Gutachten: Bei einem negativen Ergebnis haben die Gutachter nicht genug positive Aspekte, um ein positives Gutachten zu erteilen. Meist geben sie aber eine Empfehlung, wie man verfahren soll, um ein positives Gutachten zu bekommen.
Gutachten mit Nachschulungsempfehlung: Das Gutachten ist weder positiv noch negativ. Es gibt einige positive Aspekte, aber auch Schwachstellen. Aus diesem Grund wird ein Nachschulungskurs empfohlen, nach dessen Beendigung die Fahrerlaubnis ohne weitere MPU erteilt wird.



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Solange es die Menschheit gibt, wird die Psychologie immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen und so ist sie eine Wissenschaft die aktiv ist und nicht passiv.

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